Prävention

Zeitmanagement in der Familie

Unser Alltag ist in den letzten Jahren stressbeladener geworden. Wer aber glaubt, mit einem ausgeklügelten Zeitmanagement in der Familie dem Stress Einhalt gebieten zu können, macht sich häufig zusätzlichen Stress. Denn der Familienalltag ist nur bedingt planbar.

Trotzdem kann man bekannte Zeitmanagement-Prinzipien aus der Arbeitswelt auch in der Familie anwenden. Eine gute Leitfrage ist: Was ist uns als Familie wichtig und was nicht?

Was ist uns wichtig?

Ein bekanntes Prinzip im Zeitmanagement ist die Unterscheidung zwischen Wichtig und Dringend. Im Familienalltag sind zum Beispiel Krankheit bei Kindern oder Streit mit dem Partner oder der Partnerin wichtig und dringend. Nicht dringend, aber wichtig sind die Beziehungsarbeit, das Paargespräch, ausreichend Erholung. Nicht (immer) wichtig, aber dringend sind Unterbrechungen, Telefonanrufe, ein Fussballspiel im Fernsehen. Nicht wichtig und nicht dringend sind zum Beispiel das Lesen einer Hochglanzzeitschrift oder Surfen im Internet.

Wie viele Dinge machen wir, weil man sie macht oder machen muss? Ist uns ein gepflegter Rasen wichtig? Ist, wenn die Schwiegermutter zu Besuch kommt, eine auf Hochglanz polierte Wohnung wichtig? Machen wir Dinge, weil wir nicht Nein sagen können? Eine gute Standardantwort, wenn wir um Mitarbeit angefragt werden, lautet: «Ich werde das mit meiner Frau / meinem Mann besprechen.» Gemeinsam kann man dann entscheiden, ob es für die Familie wichtig ist, Ja zu sagen oder Nein.

Perfektionismus ade

Perfekt im Beruf, perfekt im Haushalt und gleichzeitig ein super Mami oder Papi zu sein kann auf Dauer nicht funktionieren, ohne sich aufzureiben. Um die zunehmende Zeitnot in den Griff zu bekommen und den Familienalltag entspannter zu bewerkstelligen, ist es nötig, die eigenen Ansprüche herunterzuschrauben. Familienarbeit ist nie fertig. Wenn man unter den gegebenen Umständen das Mögliche getan hat, muss man sich anderem zuwenden. Nur so findet man Zeit für Wichtiges, aber nicht Dringendes, wie zum Beispiel einen gemeinsamen Abendspaziergang.

Entlastung suchen

Bei heutigen Familien ist es oft selbstverständlich, dass Haushalt und Kindererziehung selbst verrichtet werden. Manchen erscheint es unangenehm, jemanden für sich arbeiten zu lassen. Dies war aber noch in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts anders. Es war durchaus üblich, Hauspersonal und Kindermädchen zu beschäftigen. Auch heute ist es sinnvoll, sich zu überlegen, welche Aufgaben abgegeben werden können, zum Beispiel an die Kinder, die ein «Ämtli» übernehmen, aber auch an eine Tagesmutter, eine Haushalthilfe, eine Putzfrau oder einen Gärtner. In einigen Kantonen werden Entlastungsdienstleistungen für Familien angeboten, und gewisse Firmen unterstützen ihre Mitarbeitenden mit Familiendienstleistungen. Informieren Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber oder in Ihrer Gemeinde, Ihrem Kanton.

Helsana unterstützt berufstätige und alleinerziehende Eltern mit KidsCare. Bei akuter Erkrankung oder einem Unfall des Kindes können Sie jederzeit die Notfallnummer wählen, und innerhalb kurzer Zeit ist eine speziell ausgebildete und erfahrene Person zur Stelle. Diese pflegt und betreut und verpflegt das Kind und verabreicht ihm bei Bedarf verordnete Medikamente.