Pflege im Alter

Pflege zu Hause

«Meine Mutter leidet unter gewissen gesundheitlichen Beschwerden, aber sie möchte noch so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen. Das verstehe ich gut, aber ich frage mich, wie wir uns am besten organisieren.»

Pflege zu Hause

Selbstständig wohnen bis ins hohe Alter: Wer will das nicht? Dank der häuslichen Pflege durch Spitex, Pro Senectute oder weitere Organisationen dieser Art, aber auch mit der Unterstützung von Familie und Freunden geht dieser Wunsch heute für viele in Erfüllung. Neue Hilfsmittel wie leicht zu bedienende Kochherde oder automatische Notrufsysteme tragen ebenfalls dazu bei, dass ältere Menschen trotz Einschränkungen noch lange in ihrer vertrauten Umgebung wohnen können.

Wird Ihrer Mutter die Wohnung zu gross? Findet sie das Treppensteigen beschwerlich, die Gartenarbeit mühsam? Sie könnte beispielsweise in eine pflegeleichtere Wohnung umziehen, in der sie selbstständig leben kann und nur bei Bedarf Betreuungs- und Pflegeleistungen beanspruchen muss. Es gibt heute aber auch zahlreiche weitere Wohnmodelle für ältere Menschen. Zu diesen zählen Wohngemeinschaften mit Gleichaltrigen und Gleichgesinnten, Alterswohnungen in der Nähe von Alters- und Pflegeheimen oder betreute Wohnungen, die privates Wohnen mit Service- und Pflegeleistungen verbinden. Besprechen Sie mit Ihrer Mutter, welche Wohnform ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechen würde.

Wenn die Angehörigen pflegen

Sollte Ihre Mutter lieber in den eigenen vier Wänden bleiben wollen, ist ein gutes Beziehungsnetz besonders wichtig. Besprechen Sie mit ihr, wie sie sich selber organisieren will und kann und wo sie froh wäre um Ihre Hilfe. Suchen Sie gemeinsam nach den Möglichkeiten externer Entlastung. Organisieren Sie zum Beispiel eine Haushaltshilfe und fragen Sie Nachbarn, ob sie kleinere Hilfeleistungen übernehmen könnten. Erkundigen Sie sich nach «Senioren für Senioren»-Vereinen in der Nähe und klären Sie ab, was Organisationen wie Spitex, Pro Senectute oder ähnliche Institutionen anbieten.

Bewegung, Ernährung und Kontakte

Ihre Mutter will höchstwahrscheinlich möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Eine ausgewogene Ernährung ist das A und O, um fit zu bleiben. Falls sie selber nicht mehr jeden Tag kochen mag, kann sie den Mahlzeitendienst bestellen. Verschiedene Institutionen offerieren diesen Service. Kirchgemeinden bieten Mittagstische an, bei denen sie leicht Kontakte knüpfen kann. Auch der Besuch des Restaurants einer Alterssiedlung oder eines Pflegeheims bringt Abwechslung. Ermuntern Sie Ihre Mutter dazu, sich zu bewegen. Möglicherweise ist sie bereit, zum Beispiel einen Rhythmik-Kurs oder einen Kurs für Altersyoga zu besuchen.

Welche Kosten fallen bei der häuslichen Pflege an?

Die Kosten für die Pflege zu Hause sind individuell. Sie sind einerseits abhängig von den notwendigen Pflegeleistungen, aber auch von den persönlichen Wünschen nach Komfort und Service. Zu bedenken ist, dass die pflegebedürftige Person die Kosten für Dienstleistungen wie Betreuung, Mahlzeitendienste oder Haushaltshilfe vollumfänglich selber bezahlen muss. Die Grundversicherung übernimmt lediglich Beiträge an bestimmte ärztlich verordnete Pflegeleistungen. Die gesetzlich vorgeschriebene Kostenbeteiligung beträgt maximal 15.95 Franken.

Wer bezahlt die Pflegekosten?

Die Finanzierung der Langzeitpflege erfolgt im Wesentlichen aus drei Quellen: aus Beiträgen der Krankenkasse, aus Beiträgen der öffentlichen Hand und – solange es die finanziellen Verhältnisse der pflegebedürftigen Person ermöglichen – aus eigenen Kostenbeiträgen.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Ihre Eltern Hilflosenentschädigung, Ergänzungsleistungen bei der AHV oder gegebenenfalls Sozialhilfe beantragen.

Ambulante Pflegekosten sind sehr individuell. Dieses fiktive Beispiel zeigt die Pflegekosten einer älteren Person, die von der Spitex und von Angehörigen zu Hause gepflegt wird.

Grafik 1

Was kann Helsana für Sie tun?

Spitex

Helsana zahlt aus der Grundversicherung Beiträge an bestimmte ärztlich verordnete Pflegeleistungen. Darunter fallen die Abklärung, welche Pflege die versicherte Person benötigt, die Grundpflege, Hilfe bei der Körperpflege, Behandlung von Wunden usw. Für Dienstleistungen wie Haushaltshilfe, Betreuung oder Mahlzeitendienste übernimmt die Grundversicherung keine Kosten.

Haushaltshilfe

An den Kosten für eine Haushaltshilfe beteiligen sich die Langzeitpflege-Versicherungen CURA und VIVANTE.

Hilfsmittel

Aus der Grundversicherung und entsprechenden Zusatzversicherungen leistet Helsana Beiträge für Hilfsmittel, etwa für Anti-Rutsch-Sohlen, Rollatoren oder Elektrobetten. Informieren Sie sich beim Helsana-Kundenservice.

Optimal Versichert

Mit VIVANTE erhalten Sie im Pflegefall lebenslange Leistungen vom ersten Tag an, wählbaren und frei verfügbaren Tagespauschalen. Ihr Vermögen wird dabei durch die finanziellen Beiträge besser geschützt. Pflege durch Angehörige oder eine Fachperson? Zu Hause oder im Pflegeheim? Sie bestimmen alleine, für welche Art von Pflege Sie den Beitrag von VIVANTE einsetzen.

Versicherungsberatung anfordern

Spitex

Grundversicherung
Kostenbeitrag

Bei der Pflege zu Hause legt die Pflegefachperson Ihren voraussichtlichen Pflegebedarf mit dem direkten Zeitaufwand fest. Sie füllt dazu eine Bedarfsabklärung aus. Ihren Zeitbedarf an Pflege bezahlen wir nach dem entsprechenden gesetzlich festgelegten Beitrag in Franken.

Sie erhalten einen Beitrag an die Kosten für die Spitex zu Hause (Hauskrankenpflege), wenn diese ärztlich verordnet ist.

Voraussetzung ist, dass die gewählte Spitex-Organisation oder Pflegefachperson qualifiziert und anerkannt ist.


Haushaltshilfe

CURA
Vereinbarte Tagespauschale

Bei ausgewiesener Pflegebedürftigkeit erhalten Sie bis zur Höhe der versicherten Tagespauschale die von der Grundversicherung nicht gedeckten Kosten für eine ärztlich verordnete Haushaltshilfe, sobald die vereinbarte Wartefrist abgelaufen ist.

Voraussetzungen:

  • Sie beziehen Pflegeleistungen aus der Grundversicherung von durchschnittlich mehr als 60 Minuten pro Tag.
  • Sie erhalten die Haushaltshilfe von einem anerkannten Leistungserbringer.
  • Sie können die ungedeckten Kosten für die Haushalthilfe klar nachweisen.

Produktinformationen:
CURA
OMNIA
CHF 30.– pro Tag

Nach einem akuten stationären Spitalaufenthalt erhalten Sie 30 Franken pro Tag während bis zu 30 Tagen pro Kalenderjahr für eine ärztlich verordnete Haushaltshilfe.


Produktinformationen:
OMNIA
VIVANTE
Vereinbartes Taggeld

Bei ausgewiesener Pflegebedürftigkeit erhalten Sie das vertraglich vereinbarte Taggeld, über das Sie völlig frei (ohne Nachweispflicht) verfügen können – beispielsweise für eine Haushaltshilfe.

Die Höhe des ausbezahlten Taggeldes richtet sich nach der gewählten Variante und dem Grad Ihrer Pflegebedürftigkeit.

Voraussetzungen:

  • Ein Arztzeugnis bestätigt, dass Sie mehr als 6 Monate lang auf Pflege angewiesen sind.
  • Der Grad Ihrer Pflegebedürftigkeit beträgt mindestens 25%.


Produktinformationen:
VIVANTE
HOSPITAL ECO
CHF 30.– pro Tag

Nach einem akuten stationären Spitalaufenthalt erhalten Sie 30 Franken pro Tag während bis zu 30 Tagen pro Kalenderjahr für eine ärztlich verordnete Haushaltshilfe.


Produktinformationen:
HOSPITAL ECO
HOSPITAL FLEX
CHF 50.– pro Tag

Nach einem akuten stationären Spitalaufenthalt erhalten Sie 50 Franken pro Tag während bis zu 30 Tagen pro Kalenderjahr für eine ärztlich verordnete Haushaltshilfe.

Voraussetzung ist, dass Sie auch das optionale FLEX Ergänzungsmodul abgeschlossen haben.


Produktinformationen:
HOSPITAL FLEX
HOSPITAL PLUS
CHF 60.– pro Tag

Nach einem akuten stationären Spitalaufenthalt erhalten Sie 60 Franken pro Tag während bis zu 30 Tagen pro Kalenderjahr für eine ärztlich verordnete Haushaltshilfe.


Produktinformationen:
HOSPITAL PLUS
HOSPITAL PLUS BONUS
CHF 60.– pro Tag

Nach einem akuten stationären Spitalaufenthalt erhalten Sie 60 Franken pro Tag während bis zu 30 Tagen pro Kalenderjahr für eine ärztlich verordnete Haushaltshilfe.


Produktinformationen:
HOSPITAL PLUS BONUS
HOSPITAL PLUS CLASSICA
CHF 50.– pro Tag

Nach einem akuten stationären Spitalaufenthalt erhalten Sie 50 Franken pro Tag während bis zu 30 Tagen pro Kalenderjahr für eine ärztlich verordnete Haushaltshilfe.


Produktinformationen:
HOSPITAL PLUS CLASSICA
HOSPITAL COMFORT
CHF 90.– pro Tag

Nach einem akuten stationären Spitalaufenthalt erhalten Sie 90 Franken pro Tag während bis zu 30 Tagen pro Kalenderjahr für eine ärztlich verordnete Haushaltshilfe.


Produktinformationen:
HOSPITAL COMFORT
HOSPITAL COMFORT BONUS
CHF 90.– pro Tag

Nach einem akuten stationären Spitalaufenthalt erhalten Sie 90 Franken pro Tag während bis zu 30 Tagen pro Kalenderjahr für eine ärztlich verordnete Haushaltshilfe.


Produktinformationen:
HOSPITAL COMFORT BONUS
HOSPITAL COMFORT CLASSICA
CHF 70.– pro Tag

Nach einem akuten stationären Spitalaufenthalt erhalten Sie 70 Franken pro Tag während bis zu 30 Tagen pro Kalenderjahr für eine ärztlich verordnete Haushaltshilfe.


Produktinformationen:
HOSPITAL COMFORT CLASSICA

Hilfsmittel und Gegenstände

Grundversicherung
Nach Liste

Sie erhalten die Kosten bis zum gesetzlich festgelegten Höchstbetrag für ärztlich verordnete Hilfsmittel und Gegenstände wie z.B. Krücken, Blutzuckermessgeräte, Inhalations- und Atemtherapiegeräte, Kompressionsstrümpfe, etc.

Voraussetzung ist, dass die Hilfsmittel in der Mittel- und Gegenstandsliste aufgeführt sind und dass Sie diese bei einer zugelassenen Abgabestelle beziehen.


TOP
90% bis CHF 1000.– bzw. festgelegter Betrag

Sie erhalten 90% der Kosten bis 1000 Franken pro Jahr für ärztlich verordnete Hilfsmittel und Gegenstände, die den Gebrauch eingeschränkter Körperfunktionen verbessern wie z.B. Blutdruckmessgeräte oder massgeschneiderte Schuheinlagen, etc.

Voraussetzung ist, dass die Hilfsmittel und Gegenstände von uns anerkannt sind.

Für wiederverwendbare Hilfsmittel erhalten Sie die Kosten bis zum festgelegten Betrag. Diesen finden Sie in der Liste der wiederverwendbaren Mittel und Gegenstände.


Produktinformationen:
TOP
COMPLETA
90% bis CHF 1500.– bzw. festgelegter Betrag

Sie erhalten 90% der Kosten bis 1500 Franken pro Jahr für ärztlich verordnete Hilfsmittel und Gegenstände, die den Gebrauch eingeschränkter Körperfunktionen verbessern wie z.B. Blutdruckmessgeräte oder massgeschneiderte Schuheinlagen, etc.

Voraussetzung ist, dass die Hilfsmittel und Gegenstände von uns anerkannt sind.

Für wiederverwendbare Hilfsmittel erhalten Sie die Kosten bis zum festgelegten Betrag. Diesen finden Sie in der Liste der wiederverwendbaren Mittel und Gegenstände.


Produktinformationen:
COMPLETA
PRIMEO
Übersteigender Betrag

Gilt dann, wenn Sie auch einen Beitrag aus der Grundversicherung erhalten.

Für Selbstbehalte anderer Sozialversicherer wie AHV oder IV erhalten Sie keinen Beitrag.

Falls Sie aus der Grundversicherung Leistungen für Hilfsmittel beziehen, die nicht die gesamten Kosten abdecken, erhalten Sie bis 5000 Franken pro Jahr an die ungedeckten Kosten.


Produktinformationen:
PRIMEO
OMNIA
90% bis CHF 1000.– bzw. festgelegter Betrag

Sie erhalten 90% der Kosten bis 1000 Franken pro Jahr für ärztlich verordnete Hilfsmittel und Gegenstände, die den Gebrauch eingeschränkter Körperfunktionen verbessern wie z.B. Blutdruckmessgeräte oder massgeschneiderte Schuheinlagen, etc.

Voraussetzung ist, dass die Hilfsmittel und Gegenstände von uns anerkannt sind.

Für wiederverwendbare Hilfsmittel erhalten Sie die Kosten bis zum festgelegten Betrag. Diesen finden Sie in der Liste der wiederverwendbaren Mittel und Gegenstände.


Produktinformationen:
OMNIA