Pflege im Alter

Aufenthalt im Pflegeheim

«Nun bin ich im Pflegeheim und gewöhne mich langsam an das Leben in der neuen Umgebung. Natürlich vermisse ich mein altes Zuhause und manchmal fühle ich mich etwas alleine. Was kann ich dagegen tun? Auch frage ich mich, welche Rechte ich im Heim überhaupt habe ...»

Aufenthalt im Pflegeheim

Als gereifte Persönlichkeit wissen Sie, dass es in schwierigen Lebenssituationen vor allem auch auf die innere Einstellung ankommt. Lassen Sie sich die schönen Erinnerungen an Ihr Leben in den eigenen vier Wänden nicht nehmen, aber schauen Sie auch nach vorn.

Damit Sie sich geistig und körperlich gut fühlen, ist es wichtig, dass Sie sich – im Rahmen Ihrer Möglichkeiten – am Gemeinschaftsleben im Heim beteiligen. Pflegen Sie Kontakte zu Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern und schauen Sie grosszügig über deren allfällige Macken hinweg. Wir alle werden im Alter etwas eigenwilliger, aber hoffentlich auch ein bisschen weiser. Gehen Sie spazieren, wenn es Ihre Bewegungsfähigkeit erlaubt.

Geistig und körperlich aktiv bleiben

Bleiben Sie aktiv: Nutzen Sie die Angebote des Hauses und nehmen Sie an Gruppenaktivitäten, Kursen und Ausflügen teil. Gesellschaftsspiele, Rätsel lösen und Lesen sind unterhaltsame Möglichkeiten, um das Gedächtnis zu trainieren. Vielleicht sind Sie gerne ab und zu alleine, aber achten Sie darauf, dass Sie sich nicht zu sehr abgrenzen. Wahren Sie so weit wie möglich Ihre Selbstständigkeit. Führen Sie Ihre Besorgungen ausserhalb des Heims selber aus, wenn Sie dazu gesundheitlich in der Lage sind. Besuchen Sie ab und zu ein Konzert oder gehen Sie ins Theater und lassen Sie sich von einem Angehörigen oder einer Freundin dahin begleiten.

Recht auf respektvolle Behandlung

Als Bewohnerin oder Bewohner eines Pflegeheims haben Sie ein Recht darauf, als Persönlichkeit ernst genommen zu werden. Die Heimleitung und das Pflegepersonal sind verpflichtet, Ihre Autonomie zu wahren und Ihre Wünsche und Bedürfnisse zu respektieren. Sie dürfen sich auch beschweren, wenn Sie nicht zufrieden sind. Suchen Sie das Gespräch mit der verantwortlichen Person oder deren Vorgesetzten und begründen Sie Ihre Kritik. Jedes Problem lässt sich lösen, wenn alle Beteiligten dazu Hand bieten. Bahnt sich ein scheinbar unüberwindbarer Konflikt an, können Sie oder Ihre Angehörigen die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter UBA kontaktieren (Zürich/Schaffhausen, Zentral- und Ostschweiz). Diese berät und unterstützt ältere Menschen, die übervorteilt, ausgenützt oder vernachlässigt werden.

Auch für Angehörige von Personen, die im Pflegeheim leben, stellen sich immer wieder Fragen. Wenden Sie sich an die Heimleitung, das Pflegepersonal oder in medizinischen Angelegenheiten an den behandelnden Arzt, die Ihnen kompetent Auskunft geben. Pflegen Sie den Kontakt mit der Heimleitung und erkundigen Sie sich ab und zu nach deren Meinung zum Befinden der im Heim lebenden Person.

Was kann Helsana für Sie tun?

Aus der Grundversicherung erhalten Sie je nach Pflegeeinstufung zwischen 9 und 108 Franken pro Tag. Einen Kostenanteil für Hotellerie (Zimmer, Verpflegung, Wäsche usw.) übernimmt die Langzeitpflege-Versicherung CURA oder VIVANTE gemäss einer vereinbarten Tagespauschale.

Pflegeheim

Grundversicherung
Kosten nach Tarif

Sie erhalten die Kosten nach dem vorgesehenen Tarif für stationäre Pflegeleistungen in einem Pflegeheim. Der Tarif richtet sich nach dem Grad Ihrer Pflegebedürftigkeit, der bei Ihrem Eintritt abgeklärt wird.

Die Pensionskosten (Unterkunft und Verpflegung im Pflegeheim) dürfen wir aus der Grundversicherung nicht übernehmen.


CURA
Vereinbarte Tagespauschale

Bei ausgewiesener Pflegebedürftigkeit erhalten Sie bis zur Höhe der versicherten Tagespauschale die von der Grundversicherung nicht gedeckten Hotelleriekosten (Unterkunft und Verpflegung) im Pflegeheim, sobald die vereinbarte Wartefrist abgelaufen ist.

Voraussetzungen:

  • Sie beziehen Pflegeleistungen aus der Grundversicherung von durchschnittlich mehr als 60 Minuten pro Tag.
  • Sie erhalten die stationären Pflegeleistungen von einem durch das Krankenversicherungsgesetz (KVG) anerkannten Leistungserbringer.
  • Der stationäre Aufenthalt erfolgt in einer anerkannten Einrichtung (z.B. Pflegeheim) in der Schweiz.
  • Sie können die ungedeckten Kosten für die Hotellerie klar nachweisen.

Produktinformationen:
CURA
VIVANTE
Vereinbartes Taggeld

Sie gelten als pflegebedürftig, wenn Sie infolge Krankheit oder Unfall für die nachfolgenden alltäglichen Lebensverrichtungen für mindestens 6 Monate erheblich auf die Hilfe von Dritten angewiesen sind:

  • Essen
  • Körperpflege und Ankleiden
  • Toilette benützen
  • Aufstehen und Gehen
  • Treppensteigen

Der Grad der Pflegebedürftigkeit wird von einer unabhängigen Fachperson nach einem standardisierten Index festgelegt. Es sind vier Einstufungen möglich: 25%, 50%, 75% oder 100%. Ab 25 Punkten erhalten Sie 25% des Taggeldes.

Bei ausgewiesener Pflegebedürftigkeit erhalten Sie das vertraglich vereinbarte Taggeld, über das Sie völlig frei (ohne Nachweispflicht) verfügen können – beispielsweise für ungedeckte Hotelleriekosten (Unterkunft und Verpflegung) im Pflegeheim.

Die Höhe des ausbezahlten Taggeldes richtet sich nach der gewählten Variante und dem Grad Ihrer Pflegebedürftigkeit.

Voraussetzungen:

  • Ein Arztzeugnis bestätigt, dass Sie mehr als 6 Monate lang auf Pflege angewiesen sind.
  • Der Grad Ihrer Pflegebedürftigkeit beträgt mindestens 25%.

Produktinformationen:
VIVANTE