Grenzgänger

Sie arbeiten in der Schweiz, wohnen aber im Ausland? Als Grenzgänger geniessen Sie bei Helsana erstklassigen Versicherungsschutz in Schweizer Qualität zu fairen und für Sie interessanten Preisen!

Auf einer separaten Infoseite haben wir alles Wissenswerte für Grenzgänger leicht verständlich zusammengestellt.

Häufige Fragen von Grenzgängern aus Frankreich (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen von Personen, die in Frankreich leben und als Grenzgänger in der Schweiz arbeiten.

  1. Unterzeichnung eines französisch-schweizerischen Abkommens betreffend der Krankenversicherung der in Frankreich wohnhaften Grenzgänger
  2. Rückerstattung der französischen Behandlungskosten bei Ablehnung des Formulars E-106 durch die CPAM
  3. Ich möchte mich aufgrund des Bundesgerichtsurteils 9C_801/2014 vom 10. März 2015 in der Schweiz versichern. Geht das?
  4. Ich habe mich aufgrund des Bundesgerichtsurteils in der Schweiz versichern lassen, die CPAM lehnt nun jedoch die Eintragung des Formulars E-106 ab. Was nun?
  5. Aufgrund der Ablehnung der Eintragung des Formulars E-106 möchte ich meine Versicherung in der CH wieder kündigen
  6. Aufgrund der Ablehnung E-106 erhalte ich keine carte vitale, ich muss zum Arzt
  7. Welche Personen sind Grenzgänger?
  8. Müssen sich Grenzgänger mit Arbeitsort in der Schweiz und Wohnort im EU/EFTA-Raum in der Schweiz krankenversichern?
  9. Erwerbstätigkeit in mehreren Staaten – wo muss ich mich versichern?
  10. Müssen auch Familienangehörige von Grenzgängern bei der Helsana-Gruppe versichert werden?
  11. Besteht ein erneutes Versicherungswahlrecht bei Familienstandänderung?
  12. Welche kantonale Stelle ist für Sie als Grenzgänger zuständig?
  13. Können Grenzgänger auch Zusatzversicherungen bei der Helsana-Gruppe abschliessen?
  14. Wo dürfen Grenzgänger ihre medizinischen Leistungen beziehen?
  15. Wie funktioniert die Leistungsabwicklung bei Grenzgängern?
  16. Welche Kündigungsfristen gelten für Grenzgänger?
  17. Aufgabe der Erwerbstätigkeit in der Schweiz
  18. Was passiert, wenn Sie pensioniert werden?
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Unterzeichnung eines französisch-schweizerischen Abkommens betreffend der Krankenversicherung der in Frankreich wohnhaften Grenzgänger

Zur Mitteilung des Bundesamts für Sozialversicherungen >

Wie Sie durch die Medien vermutlich schon erfahren haben, gibt es Neuigkeiten in der Thematik der Doppelversicherung von französischen Grenzgängern. Diese Situation der Doppelversicherung wird mit diesem Abkommen gelöst werden, welches zum 1. Oktober 2016 in Kraft treten wird.

Als Krankenversicherer warten wir noch auf zusätzliche Präzisierungen des Bundesamtes im Zusammenhang mit dessen Umsetzung. Zurzeit können wir daher noch keine neuen Formulare E-106 ausstellen.

Sobald uns das klare Verfahren bekannt ist, erhalten Sie weitergehende Informationen.

Wir bitten Sie daher nochmals um etwas Geduld, da wir Ihre Fragen im Moment noch nicht konkret beantworten können.

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Rückerstattung der französischen Behandlungskosten bei Ablehnung des Formulars E-106 durch die CPAM

Wir setzen alles daran, eine zufriedenstellende Lösung zu finden.

Im Rahmen des Möglichen, werden die Rechnungen nach französischem Recht abgerechnet, inkl. Zahnarztkosten. Das bedeutet, dass die Kostenbeteiligung nach französischem Recht erhoben wird. Die angehäuften Pendenzen konnten abgearbeitet werden und wir bearbeiten nun nach und nach die erhaltenen Rechnungen. Sie können somit mit einer baldigen Rückerstattung rechnen.

Ist eine Rückerstattung nach französischem Recht jedoch nicht möglich, erfolgt die Kostenübernahme nach schweizerischem Recht gemäss KVG und die Kostenbeteiligung der Schweiz (Jahresfranchise und Selbstbehalt von 10%) wird verrechnet.

Damit wir eine Rückerstattung prüfen können, senden Sie uns immer die Originalrechnungen, Verordnungen sowie Zahlungsnachweise. Wir können keine Vergütungen anhand von Kopien machen.

Bitte kleben Sie auf jede Rechnung eine Etikette mit Ihrer Versichertennummer und senden Sie Ihre Belege an folgende Adresse:

Helsana
Kundenservice International KUAF
Postfach
CH – 8081 Zürich

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Ich möchte mich aufgrund des Bundesgerichtsurteils 9C_801/2014 vom 10. März 2015 in der Schweiz versichern. Geht das?

Das Bundesgerichtsurteil hält fest, dass Grenzgänger, welche in der Vergangenheit ihr Versicherungswahlrecht nicht formell ausgeübt haben, sich in der Schweiz versichern müssen.

Davon betroffen sind primär Grenzgänger mit Arbeitsort Basel-Stadt und Basel-Landschaft, sowie Schweizer Staatsbürger, welche als Grenzgänger bisher noch nicht bei der zuständigen kantonalen Stelle ihres Arbeitgeberkantons als solche registriert sind.

Sind Sie in Frankreich bisher privatversichert gewesen, hat spätestens per 1. Juni 2015 die lokale Zwangsumteilung in die staatliche CMU stattgefunden.

Aufgrund der aktuellen Sachlage in Frankreich, klären Sie deshalb bitte mit Ihrer CMU ab, ob Sie aufgrund des schweizerischen Bundesgerichtsurteils Ihre CMU-Mitgliedschaft kündigen können. Nur wenn die CMU bestätigt, dass deren Mitgliedschaft beendet werden kann, können Sie bei uns eine Offerte anfragen. Dies zur Vermeidung einer Doppelversicherung, da Frankreich nicht an das Bundesgerichtsurteil gebunden ist.

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Ich habe mich aufgrund des Bundesgerichtsurteils in der Schweiz versichern lassen, die CPAM lehnt nun jedoch die Eintragung des Formulars E-106 ab. Was nun?

Diese Situation trifft ein, wenn der fliessende Übertritt Ihrer bisherigen Privatversicherung in die staatliche CMU bereits vor dem Bundesgerichtsentscheid im März 2015 stattgefunden hat.

Die Caisses Primaires d'Assurance-Maladie (CPAM) haben eine Weisung erhalten, dass sie in solchen Fällen die Formulare E-106 nicht mehr akzeptieren müssen.

Sie haben die Möglichkeit:
  1. Innert 2 Monaten ab Erhalt des Ablehnungsentscheids der CPAM, eine schriftliche Einsprache an die im Schreiben (der CPAM) angegebene Adresse einzureichen – am besten per Einschreibebrief.
  2. Zusätzlich sollten Sie eine Kopie davon (Ablehnung und Einsprache) an die zuständige kantonale Stelle Ihres Arbeitgeberkantons der Schweiz zur Kenntnisnahme senden.
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Aufgrund der Ablehnung der Eintragung des Formulars E-106 möchte ich meine Versicherung in der CH wieder kündigen

Das Bundesgericht hat entschieden, dass aufgrund einer fehlenden formellen Befreiung der Schweizer Versicherungspflicht, das KVG-Obligatorium in der Schweiz besteht.

Sobald die kantonale Behörde eine Meldung über die KVG-Versicherung erhalten hat (Bsp. Erhalt der KVG-Policenkopie), gilt das Dossier beim Kanton als abgeschlossen und es kann nachträglich keine Befreiung der Schweizer Versicherungspflicht mehr beantragt werden.

Eine Befreiung der Schweizer Versicherungspflicht aufgrund der Ablehnung der Eintragung E-106 ist somit nicht möglich. Das widerspräche dem Bundesgerichtsentscheid. Sie können als Grenzgänger lediglich in Frankreich eine Einsprache einreichen.

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Aufgrund der Ablehnung E-106 erhalte ich keine carte vitale, ich muss zum Arzt

Lehnt Frankreich die Eintragung der Leistungsaushilfe ab, können Sie gegen diesen Entscheid Einsprache erheben.

Da Sie mit der Grenzgängerversicherung das Behandlungswahlrecht haben, können Sie die medizinischen Leistungen auch in der Schweiz beziehen und über uns abrechnen lassen.

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Welche Personen sind Grenzgänger?

Grenzgänger sind Personen mit Wohnsitz in einem EU/EFTA-Staat, die in der Schweiz arbeiten und grundsätzlich eine G-Bewilligung (Grenzgänger) besitzen. Schweizer Staatsbürger brauchen keine G-Bewilligung.

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Müssen sich Grenzgänger mit Arbeitsort in der Schweiz und Wohnort im EU/EFTA-Raum in der Schweiz krankenversichern?

Wer den Grenzgängerstatus für die Schweiz erlangt, muss sich ab Stellenantritt spätestens innert 3 Monaten gemäss den bilateralen Verträgen zwischen der Schweiz und den EU/EFTA-Mitgliedstaaten in der Schweiz versichern (Versicherungsunterstellung nach Erwerbsortsprinzip).

Ausnahme ist das Fürstentum Liechtenstein. Dort ist die Versicherung obligatorisch im Wohnland abzuschliessen (Wohnortsprinzip).

Für Grenzgänger aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich besteht ein einmaliges Versicherungswahlrecht. Dieses bietet Ihnen als Grenzgänger die Möglichkeit, sich innerhalb der ersten drei Monate ab Stellenantritt von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz befreien zu lassen, falls Sie weiterhin in Ihrem Wohnland versichert bleiben möchten.

Das ausgeübte Optionsrecht kann nicht widerrufen werden, solange Sie den Grenzgängerstatus haben.

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Erwerbstätigkeit in mehreren Staaten – wo muss ich mich versichern?

Bei Mehrfachtätigkeiten ist die Abklärung der Versicherungsunterstellung komplexer.

Bitte wenden Sie sich dazu an unseren Kundenservice International +41 844 46 84 47 oder international.de@helsana.ch.

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Müssen auch Familienangehörige von Grenzgängern bei der Helsana-Gruppe versichert werden?

Ja, sofern kein Elternteil im Wohnland erwerbstätig, arbeitslos oder Rentenbezüger ist.

Ist ein Elternteil im Wohnland erwerbstätig, arbeitslos oder Rentenbezüger, müssen alle nicht erwerbstätigen Kinder im Wohnland mit diesem Elternteil versichert bleiben/werden.

Als Familienmitglieder gelten Ehegatte, minderjährige Kinder und unterhaltsberechtigte volljährige Kinder, welche nicht älter als 25 Jahre sind.

Bitte beachten Sie: Ihre nicht erwerbstätigen Familienmitglieder müssen mit Ihnen zusammen beim gleichen Krankenversicherer in der Schweiz versichert werden, die Prämienerhebung ist pro Person.

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Besteht ein erneutes Versicherungswahlrecht bei Familienstandänderung?

Nein.

Für französische Grenzgänger besteht seit dem 1. Februar 2013 bei Änderung der Familienzusammensetzung (Heirat, Scheidung, Verwitwung, Familiennachwuchs) kein erneutes Optionsrecht mehr.

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Welche kantonale Stelle ist für Sie als Grenzgänger zuständig?

Die kantonale Stelle Ihres Arbeitgeberkantons in der Schweiz überprüft die Versicherungspflicht in der Schweiz und ist auch für Sie zuständig, wenn Sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen möchten.

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Können Grenzgänger auch Zusatzversicherungen bei der Helsana-Gruppe abschliessen?

Ja, wir haben exklusiv für Grenzgänger aus Frankreich die Krankenversicherungslösung «Swiss Package santé» entwickelt. Diese ist spezifisch auf die Bedürfnisse von französischen Grenzgängern ausgerichtet und beinhaltet neben der obligatorischen Krankenpflegeversicherung BASIS die zwei Zusatzversicherungen COMPLETA und HOSPITAL PLUS oder HOSPITAL COMFORT.

Optional kann die Zahnpflegeversicherung DENTAplus abgeschlossen werden.

Prämie berechnen

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Wo dürfen Grenzgänger ihre medizinischen Leistungen beziehen?

Grenzgänger, sowie ihre nicht erwerbstätigen, mitversicherten Familienmitglieder, können sich wahlweise im Wohnland oder in der Schweiz nach den jeweiligen gesetzlichen Pflichtleistungen medizinisch behandeln lassen.

  • Wenn die Behandlung in der Schweiz erfolgt, kommt das Schweizer Recht zur Anwendung. Das heisst, es gelten der Leistungskatalog und die Kostenbeteiligung der obligatorischen Grundversicherung nach KVG.
  • Wenn die Behandlung im Wohnland erfolgt, gelten die dortigen gesetzlichen Pflichtleistungen und Kostenbeteiligungen.


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Wie funktioniert die Leistungsabwicklung bei Grenzgängern?

Sind alle Voraussetzungen für die Grenzgängerversicherung in der Schweiz erfüllt, erhalten Sie von Ihrem Krankenversicherer der Helsana-Gruppe zwei Formulare E-106 für die Eröffnung der Leistungsaushilfe im Wohnland.

Diese leiten Sie zur Eintragung der Leistungsaushilfe an Ihre lokale staatliche Krankenversicherung Caisse Primaire d'Assurance Maladie (CPAM) Ihres Wohndepartements in Frankreich weiter. Dadurch erhalten Sie von dieser eine lokale Versichertenkarte (carte vitale). Mit dieser Karte können Sie alle medizinischen Leistungen nach dem Pflichtleistungskatalog Ihres Wohnlandes in Anspruch nehmen. Mit dem Versand der Formulare E-106 erhalten Sie eine spezifische Anleitung zur weiteren Vorgehensweise.

Von Ihrem Krankenversicherer der Helsana-Gruppe erhalten Sie zudem eine Schweizer Krankenversicherungskarte. Mit dieser können Sie in der Schweiz zum Arzt oder ins Spital gehen, sowie in Schweizer Apotheken bargeldlos Medikamente beziehen, die Ihnen von Schweizer Ärzten verordnet wurden.

Oft stellen Schweizer Ärzte oder Spitäler ihre Leistungen direkt dem Patienten in Rechnung. In diesem Fall müssen Sie die Rechnung direkt begleichen und anschliessend im Original an Helsana zur Kostenrückerstattung einreichen.

Da es sich bei der Versichertenkarte der Helsana-Gruppe um eine Europäische Krankenversicherungskarte handelt, sind Sie für Akuterkrankungen und Notfälle bei einem vorübergehenden Auslandaufenthalt in einem EU/EFTA-Migliegstaat zu den jeweiligen Landesbestimmungen darüber krankenversichert.

Merkblätter zu Aufenthalten in Europa >

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Welche Kündigungsfristen gelten für Grenzgänger?

Wenn Sie bereits in der Schweiz krankenversichert sind und zu einem anderen Schweizer Krankenversicherer wechseln möchten, müssen Sie die gesetzlichen Kündigungstermine (31. März und 30. November) einhalten.

Der Wechsel kann jeweils zum Ende eines Semesters (30. Juni oder 31. Dezember) erfolgen. Bitte beachten Sie dabei, dass Ihre Kündigung schriftlich zu erfolgen hat und spätestens am letzten Arbeitstag vor Ablauf der Kündigungsfrist bei Ihrem bisherigen Krankenversicherer für die Grundversicherung eingetroffen sein muss.

Anders als bei der Grundversicherung unterscheiden sich die Kündigungsfristen für Zusatzversicherungen von Versicherer zu Versicherer. Die genaue Regelung finden Sie in den Versicherungsbedingungen.

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Aufgabe der Erwerbstätigkeit in der Schweiz

Wenn Sie Ihre Grenzgängertätigkeit in der Schweiz beenden und/oder z.B. arbeitslos werden, unterstehen Sie nicht mehr der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz. Eine Vertragsaufhebung ist dann per Ende der Erwerbstätigkeit in der Schweiz ohne Einhalten einer Kündigungsfrist zwingend.

Dazu benötigen wir folgende Dokumente:
  1. Ein Kündigungsschreiben an Ihren Krankenversicherer der Helsana-Gruppe mit Angabe des Austrittsgrunds
  2. Eine Kopie der Kündigungsbestätigung Ihres Arbeitsvertrages
  3. Ein Versicherungsnachweis Ihrer neuen Krankenversicherung im Wohnland oder eine Bescheinigung der Arbeitslosenversicherung (z. Bsp. Pôle Emploi in Frankreich)

Bei Unklarheiten, kontaktieren Sie bitte direkt unseren Kundenservice International +41 844 46 84 47 oder international.de@helsana.ch.

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Was passiert, wenn Sie pensioniert werden?

Werden Sie pensioniert und beenden somit Ihre Erwerbstätigkeit in der Schweiz, kann die Versicherung unter bestimmten Voraussetzungen gekündigt werden.

Da bei einem Rentenbezug jedoch weiterhin eine Versicherungspflicht in der Schweiz bestehen kann, kontaktieren Sie am besten direkt unseren Kundenservice International unter +41 844 46 84 47 oder international.de@helsana.ch.