Grenzgänger

Sie arbeiten in der Schweiz, wohnen aber im Ausland? Als Grenzgänger geniessen Sie bei Helsana erstklassigen Versicherungsschutz in Schweizer Qualität zu fairen und für Sie interessanten Preisen!

Auf einer separaten Infoseite haben wir alles Wissenswerte für Grenzgänger leicht verständlich zusammengestellt.

Häufige Fragen von Grenzgängern aus Italien, Österreich oder einem anderen EU-/EFTA-Staat (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen von Personen, die in Italien, Österreich oder in einem anderen EU/EFTA-Mitgliedstaat leben und als Grenzgänger in der Schweiz arbeiten.

  1. Wer zählt zur Personengruppe Grenzgänger?
  2. Müssen sich Grenzgänger mit Arbeitsort in der Schweiz und Wohnort im EU/EFTA-Raum in der Schweiz krankenversichern lassen?
  3. Müssen auch Familienangehörige von Grenzgängern bei Helsana versichert werden?
  4. Erneutes Versicherungswahlrecht bei Familienstandänderung
  5. Können Grenzgänger auch Zusatzversicherungen bei Helsana abschliessen?
  6. Wo dürfen Grenzgänger medizinische Leistungen beziehen?
  7. Wie funktioniert die Leistungsabwicklung bei Grenzgängern?
  8. Welche Kündigungsfristen gelten für Grenzgänger?
  9. Aufgabe der Erwerbstätigkeit in der Schweiz
  10. Pensionierung
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Wer zählt zur Personengruppe Grenzgänger?

Grenzgänger sind Personen mit Wohnsitz in einem EU/EFTA-Staat, die in der Schweiz arbeiten und grundsätzlich eine G-Bewilligung (Grenzgänger) besitzen. Schweizer Staatsbürger brauchen keine G-Bewilligung.

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Müssen sich Grenzgänger mit Arbeitsort in der Schweiz und Wohnort im EU/EFTA-Raum in der Schweiz krankenversichern lassen?

"Wer den Grenzgängerstatus für die Schweiz erlangt, muss sich gemäss den bilateralen Verträgen zwischen der Schweiz und den EU/EFTA-Staaten grundsätzlich in der Schweiz versichern lassen (Erwerbsortsprinzip).

Für Grenzgänger aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich besteht jedoch ein Versicherungswahlrecht. Dieses bietet Ihnen als Grenzgänger die Möglichkeit, sich innerhalb der ersten drei Monate ab Stellenantritt von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz befreien zu lassen, falls Sie weiterhin in Ihrem Wohnland versichert bleiben möchten.

Ausnahme Fürstentum Lichtenstein - Versicherung obligatorisch im Wohnland (Wohnortsprinzip).

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Müssen auch Familienangehörige von Grenzgängern bei Helsana versichert werden?

Ja, sofern kein Elternteil im Wohnland erwerbstätig, arbeitslos oder Rentenbezüger ist.

Ist ein Elternteil im Wohnland erwerbstätig, arbeitslos oder Rentenbezüger, müssen alle nicht erwerbstätigen Kinder im Wohnland mit diesem Elternteil versichert bleiben/werden.

Als Familienmitglieder gelten Ehegatte, minderjährige Kinder und unterhaltsberechtigte volljährige Kinder, welche nicht älter als 25 Jahre sind.

Bitte beachten Sie: Ihre nicht erwerbstätigen Familienmitglieder müssen mit Ihnen zusammen beim gleichen Krankenversicherer in der Schweiz mitversichert werden, Prämie pro Person.

Ausnahmen: nicht erwerbstätige Familienmitglieder von Grenzgängern mit Wohnsitz in Dänemark, Spanien, Grossbritannien, Litauen, Portugal, Schweden, Ungarn müssen grundsätzlich im Wohnland versichert bleiben.

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Erneutes Versicherungswahlrecht bei Familienstandänderung

Bei Heirat, Scheidung, Verwitwung oder bei Geburt eines Babys wird Grenzgängern aus Deutschland, Italien und Österreich ein neues Optionsrecht gewährt. Das bedeutet, dass in der Schweiz versicherte Grenzgänger aus diesen Ländern erneut die Möglichkeit erhalten, sich von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz befreien zu lassen, um eine Weiterversicherung im Wohnland oder bei einer Privatversicherung anzustreben.

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Können Grenzgänger auch Zusatzversicherungen bei Helsana abschliessen?

Wenn Sie als Grenzgänger Ihre Ärzte ausschliesslich im Wohnland haben, sind schweizerische Krankenzusatzversicherungen nicht empfehlenswert. Sollten Sie sich jedoch auch in der Schweiz behandeln lassen wollen, können Sie fast alle schweizerischen Krankenzusatzversicherungen abschliessen.

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Wo dürfen Grenzgänger medizinische Leistungen beziehen?

Grenzgänger, sowie ihre nicht erwerbstätigen mitversicherten Familienmitglieder, können sich wahlweise im Wohnland oder in der Schweiz nach den jeweiligen gesetzlichen Pflichtleistungen medizinisch behandeln lassen.

Wenn die Behandlung in der Schweiz erfolgt, kommt das Schweizer Recht zur Anwendung, d. h., es gelten der Leistungskatalog und die Kostenbeteiligung der obligatorischen Grundversicherung nach KVG. Wenn die Behandlung im Wohnland erfolgt, gelten die dortigen gesetzlichen Pflichtleistungen und Kostenbeteiligungen.

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Wie funktioniert die Leistungsabwicklung bei Grenzgängern?

Sind alle Voraussetzungen für die Grenzgängerversicherung in der Schweiz erfüllt, erhalten Sie von uns zwei Formulare E-106 für die Eröffnung der Leistungsaushilfe im Wohnland. Diese müssen Sie bei einem gesetzlichen Krankenversicherer Ihrer Wahl in Ihrem Wohnland zur Registrierung abgeben. Dadurch erhalten Sie von diesem eine lokale Versichertenkarte. Mit dieser Karte können Sie alle medizinischen Leistungen nach dem Pflichtleistungskatalog Ihres Wohnlandes in Anspruch nehmen. Mit dem Versand der Formulare E-106 erhalten Sie eine spezifische Anleitung zur weiteren Vorgehensweise.

Von Helsana erhalten Sie zudem eine Schweizer Krankenversicherungskarte. Mit dieser können Sie in Schweizer Apotheken bargeldlos Medikamente beziehen, die Ihnen von Schweizer Ärzten verordnet wurden oder in der Schweiz zum Arzt oder ins Spital gehen. Oftmals werden die Arzt- oder Spitalkosten direkt dem Patienten in Rechnung gestellt. In diesem Fall müssen Sie die Rechnung direkt begleichen und anschliessend an Helsana zur Kostenrückerstattung einreichen.

Da es sich bei der Versichertenkarte von Helsana um eine Europäische Krankenversicherungskarte handelt, sind Sie für Akuterkrankungen und Notfälle bei einem vorübergehenden Auslandaufenthalt in einem EU/EFTA-Staat zu den jeweiligen Landesbestimmungen darüber krankenversichert.

Merkblätter zu Aufenthalten in Europa

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Welche Kündigungsfristen gelten für Grenzgänger?

Wenn Sie bereits in der Schweiz krankenversichert sind und zu einem anderen Schweizer Krankenversicherer wechseln möchten, müssen Sie die gesetzlichen Kündigungstermine (31. März und 30. November) einhalten. Der Wechsel kann dann jeweils zum Ende eines Semesters (30. Juni oder 31. Dezember) erfolgen. Bitte beachten Sie dabei, dass Ihre Kündigung schriftlich zu erfolgen hat und spätestens am letzten Arbeitstag vor Ablauf der Kündigungsfrist bei Ihrem bisherigen Krankenversicherer eingetroffen sein muss.

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Aufgabe der Erwerbstätigkeit in der Schweiz

Wenn Sie Ihre Grenzgängertätigkeit in der Schweiz beenden und/oder z.B. arbeitslos werden, unterstehen Sie nicht mehr der Versicherungspflicht in der Schweiz. Eine Vertragsaufhebung ist dann per Ende der Erwerbstätigkeit in der Schweiz ohne Einhalten einer Kündigungsfrist zwingend. Dazu benötigt Helsana eine schriftliche Kündigung mit Austrittsgrund und von Ihrer neuen Krankenversicherung im Wohnland oder der Arbeitslosenversicherung einen entsprechenden Nachweis.

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Pensionierung

Werden Sie pensioniert und beenden somit Ihre Erwerbstätigkeit in der Schweiz, kann die Versicherung unter bestimmten Voraussetzungen gekündigt werden. Da bei einem Rentenbezug jedoch weiterhin eine Versicherungspflicht als Rentner bestehen kann, empfehlen wir Ihnen vorgängig eine telefonische Beratung mit den Spezialisten unseres Kundenservice International.