Gesund bleiben

«Yoga hat mir geholfen, mehr zur Ruhe zu kommen.»

Yoga

Yogalehrer Carlos Correia übt jeden Nachmittag

Ich glaubte lange, dass Yoga nur etwas für Esoteriker sei. Durch Zufall kam ich dazu, als ich in Thailand einmal einen Kurs besuchte. Seitdem praktiziere ich Yoga regelmässig: drei Stunden tagsüber für mich, und am Abend unterrichte ich in meiner Yoga-Schule City. Ich praktiziere Iyengar-Yoga, eine sehr präzise Methode von Hatha-Yoga. Bei dieser Form verweilt man eine gewisse Zeit in einer Asana (Körperhaltung) und ist nicht an eine fixe Serie von Stellungen gebunden.

Mein Übungsprogramm hat immer ein Thema: An einem Tag sind es nur Vorwärtsbeugungen. So wird der Körper nicht überbelastet. Bei Iyengar-Yoga kommt es auf die korrekte Körperausrichtung an. Deshalb arbeiten wir mit Hilfsmitteln wie Klötzen, die es erleichtern, bestimmte Haltungen einzunehmen.

20 Jahre lang war ich Profitänzer und arbeitete nebenbei als Fitness-Trainer. Beides sind nach aussen gerichtete Tätigkeiten.

Yoga half mir, mehr zur Ruhe zu kommen und bei mir zu sein. Ich habe aufgehört zu rauchen und verspüre weniger das Bedürfnis nach Äusserlichkeiten. Yoga gibt mir viel Energie und stärkt mein Immunsystem. Auch diesen Winter war ich nie erkältet. In letzter Zeit wurde kritisiert, dass Yoga nicht ungefährlich sei. Manche denken, es sei ein Hochleistungssport und es müsse weh tun, um Fortschritte zu erzielen. Das ist falsch. Wie bei allen Bewegungsformen ist auch hier das richtige Mass wichtig. Und es geht vor allem darum, achtsam im Moment zu verweilen und nicht falschem Ehrgeiz zu verfallen.

Quelle: Senso 2012